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Eintrag vom 02.05.2017

Pensionskassen Teilzeitarbeit schmälert Vorsorge drastisch


Teilzeitarbeitende sollten sich gut mit dem Thema Vorsorge auseinandersetzen. In der beruflichen Vorsorge drohen Gefahren, wie eine neue Studie zeigt.

Teilzeitarbeit gehört zu den grössten Herausforderungen von Pensionskassen. Dies zeigt eine neue Studie der Credit Suisse. Teilzeitarbeitende mit niedrigen Löhnen seien besonders gefährdet, zu wenig in der beruflichen Vorsorge anzusparen, heisst es darin. Ausgerechnet beim Segment der 20% der Bevölkerung mit den niedrigsten Einkommen (1. Quintil) sei der Anteil der Teilzeiterwerbstätigen mit 45% am höchsten.

Niedrige Lohnsegmente bedroht

Durch den sogenannten Koordinationsabzug verringern sich die Leistungen der Pensionskasse gerade in Segmenten mit niedrigen Löhnen stark. Der Koordinationsabzug beträgt für dieses Jahr 24 675 Fr. Beträgt ein Lohn für ein Pensum von 100% 70 000 Fr. und wird dieser um den Koordinationsabzug gekürzt, bleibt ein versicherter Lohn von 45 325 Fr. übrig. Ist die entsprechende Person indessen in einem Teilzeitpensum von 50% tätig, liegt der versicherte Lohn nur noch bei 10 325 Fr.

Wie die Studie der Credit Suisse erwähnt, sieht die vom Parlament verabschiedete Rentenreform indessen eine Senkung und Flexibilisierung des Koordinationsabzugs über eine Staffelung nach dem Einkommen vor, um Personen mit niedrigeren Einkommen oder Teilzeitpensen besser zu schützen.

Hoher Anteil an Teilzeitbeschäftigten

In der Schweiz arbeitete 2015 laut der Studie jeder Dritte mit einem reduzierten Pensum. Während der Anteil der teilzeitbeschäftigten Frauen in den vergangenen Jahren relativ konstant geblieben sei, sei jener der Männer im Zeitraum 2006 bis 2015 von rund 11 auf 15,5% gestiegen.

Als Gründe hierfür gelten das Streben nach einer besseren Work-Life-Balance sowie neue Rollenverteilungen in der Partnerschaft, wenn beispielsweise beide Partner ihr Pensum reduzieren, um die Kinder zu betreuen. Der Anteil der Paarhaushalte, bei denen beide Partner Teilzeit arbeiten, habe sich im Zeitraum 2010 bis 2015 von 4,6% auf 6,5% erhöht.

Scheidung als Gefahr

Das Modell, bei dem der Partner Vollzeit und die Partnerin Teilzeit arbeite, stelle heute mit einem Anteil von 50% aber immer noch die mit Abstand am häufigsten genannte Form der Erwerbstätigkeit bei Paarhaushalten dar.

Ferner heisst es in der Studie, vor allem Frauen, die in ihrer ganzen Erwerbsbiografie einen Beschäftigungsgrad von maximal 50% gehabt hätten oder phasenweise gar nicht beruflich tätig gewesen seien, hätten im Falle einer Scheidung folglich oftmals grosse Mühe, im Ruhestand über das Existenzminimum zu kommen.

https://www.nzz.ch/finanzen/fonds/pensionskassen-teilzeitarbeit-schmaelert-vorsorge-ld.1289767
 


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